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Donnerstag, 23. November 2017

Züge - Musikzug

Schon seit 1969 führt das Ebelu neben dem altsprachlichen und dem neusprachlichen Zug als einzige Schule in Stuttgart einen Musikzug.

 Die Schüler des Musikzugs haben von Beginn der Klasse 5 an verstärkten Musikunterricht: Klasse 5, 6, 7 je 3-4 Wochenstunden. Hier wird von Anfang an neben dem praktischen Musizieren verstärkt Musiktheorie, Musikgeschichte, Werkbetrachtung, Gehörbildung usw. betrieben. Alle anderen Fächer werden in gleichem Umfang erteilt wie in den sprachlichen Klassen. Es gibt also keinen Ausgleich für die zusätzlichen Musikstunden. Wie alle anderen Schüler beginnen auch die Musikzügler mit Latein und Englisch.

 Ein Wechsel vom Musikzug in den sprachlichen Zug ist zu jedem Halbjahr möglich, wenn triftige Gründe vorliegen, z. B. wenn sich herausstellt, dass die Anforderungen nicht gemeistert werden. Ein umgekehrter Wechsel vom sprachlichen Zug in den Musikzug dagegen sollte spätestens mit Beginn der Klasse 6 erfolgen, weil sonst der Anschluss verpasst wird.

Am Ende der Klasse 7 können sich die „Musiker“ frei entscheiden, ob sie weiterhin den Musikzug besuchen oder als 3. Fremdsprache Französisch oder Altgriechisch wählen wollen. Wer sich für den Musikzug entscheidet, hat in Klasse 8 fünf Wochenstunden Musik, in den Klassen 9 bis 11 je vier Wochenstunden; Musik gilt dann als Kernfach anstelle der 3. Fremdsprache.

Für die Schüler, die Musik oder Griechisch gewählt haben, wird eine Französisch-AG angeboten.

Die reformierte Oberstufe in Klasse 11 und 12 (G8) bietet allen Schülern, nicht nur denen des Musikzuges, die Möglichkeit,  Musik als 4-stündiges Fach zu wählen.

Das Abitur mit Musik als Prüfungsfach ist voll gültig und berechtigt zum Studium aller Fächer. Der Musikzug ist nicht in erster Linie für künftige Berufsmusiker gedacht, sondern möchte Schülern mit besonderer Lust und Begabung für Musik eine ihrer Anlage entsprechende Schullaufbahn bieten.

Voraussetzung für den Musikzug ist: Freude an der Musik, musikalische Begabung, möglichst ein Instrument sollte gespielt werden, normale Begabung für das Gymnasium. Es ist zu warnen vor der Annahme, mit dem Musikzug werde es leichter: zumindest bis zur Klasse 7 sind die Schüler mehr belastet als die des sprachlichen Zuges. Aber die Freude an der Musik und die Teilnahme an Chor und Orchester (die auch den anderen Schülern offen stehen) und an den Aufführungen der Schule sind ein schöner Ausgleich für manche Mühe. Zudem zeigen Beobachtungen, dass bei Musikprofil-Schülern im Allgemeinen die musikalische Mehrbetätigung die Leistungsbereitschaft in anderen Fächern nicht lähmt, sondern eher fördert.